Für einen Gel Blaster brauchst du Kugeln, die nach dem Wässern auf 7–8 mm anwachsen. Welche die richtigen sind, hängt von drei Dingen ab: wie oft du spielst (Packungsgröße), welchen Blaster du hast (Magazin oder transparente Flasche) und ob du etwas Besonderes willst, etwa mehr Reichweite oder Kugeln, die im Dunkeln leuchten. Genauso wichtig wie die Kugeln ist aber das Wasser, in dem du sie aufquellen lässt. Warum, erklären wir weiter unten.
Kurz und knapp
- Gelkugeln bestehen aus einem superabsorbierenden Polymer, demselben Materialtyp wie in Babywindeln. Eine fertige Kugel besteht fast nur aus Wasser.
- In hartem Wasser quellen sie weniger auf. Kleinere Kugeln klemmen im Blaster. Am besten ist weiches Wasser, zum Beispiel stilles Babywasser aus der Flasche.
- Blaue, orange und bunt gemischte Kugeln sind dieselben Kugeln, nur in anderer Farbe. Die härteren PREMIUM-Kugeln fliegen weiter, leuchtende brauchen zum Leuchten eine Lichtquelle.
- Pro Stunde Spiel rechne mit 3.000–5.000 Kugeln pro Spieler.
- Trockene Kugeln außer Reichweite von kleinen Kindern und Tieren aufbewahren.
Woraus Gelkugeln bestehen
Gelkugeln bestehen aus einem sogenannten superabsorbierenden Polymer, meist Natriumpolyacrylat. Es ist derselbe Materialtyp, der in Babywindeln Flüssigkeit aufnimmt. Er kann das 100- bis 1.000-Fache seines Gewichts an Wasser aufnehmen, je nach Typ und je nachdem, wie rein das Wasser ist. Unsere Kugeln bestehen nach dem Wässern zu 99,7 % aus Wasser.

Wie funktioniert das? Das Polymer ist ein Netz aus langen Ketten, an denen elektrisch geladene Gruppen sitzen. Wasser strömt durch Osmose in das Netz, ähnlich wie in eine Pflanzenzelle. Die Ketten sind untereinander vernetzt, deshalb löst sich die Kugel im Wasser nicht auf. Sie quillt nur so lange auf, wie das Netz sie zusammenhalten kann. Deshalb wird aus einer trockenen Kugel in Körnchengröße in ein paar Stunden eine 7–8-mm-Kugel, und dann wächst sie nicht weiter.
Nach dem Treffer zerplatzt die Kugel und beginnt zu trocknen. Das Wasser verdunstet innerhalb von etwa 24 Stunden, übrig bleibt nur ein winziges trockenes Polymerkorn. Deshalb musst du nach dem Spiel nichts einsammeln.
Warum das Wasser wichtig ist
Hartes Wasser enthält gelöste Mineralien, vor allem Calcium und Magnesium aus dem Gestein, durch das das Wasser fließt. Ihre Ionen sind zweifach geladen und binden sich an die geladenen Gruppen des Polymers. Dort besetzen sie Platz, den sonst Wassermoleküle einnehmen würden, und das Netz kann sich nicht so weit ausdehnen. Labortests zeigen: Je mehr Calcium im Wasser, desto weniger Wasser nimmt das Polymer auf.
In der Praxis heißt das: kleinere oder unterschiedlich große Kugeln. Die fallen im Blaster durch oder klemmen. Wenn du zu Hause hartes Wasser hast, nimm stilles Babywasser aus der Flasche oder destilliertes Wasser. Die komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in unserer Anleitung zum Wässern von Gelkugeln.

| Kugeln | Wasser |
|---|---|
| 1.000 Stück (Probe im Blaster-Paket) | ca. 0,5 l |
| 5.000 Stück | 2 l |
| 10.000 Stück | 4 l |
| 20.000 Stück | 8 l |
Lass die Kugeln etwa 2–4 Stunden im Wasser. Mehr Wasser schadet nicht, weniger schon.
Arten von Gelkugeln
Blau, Orange und Farbmix. Das sind dieselben Kugeln, sie unterscheiden sich nur in der Farbe. Farbmix bedeutet mehrere Farben in einer Packung. Die Farbe ist vor allem Geschmackssache und eine Frage, wie gut du die Kugeln im Flug und am Boden siehst.


Härtere PREMIUM-Kugeln. Sie haben ein festeres Gel. Allgemein gilt: Ein dichteres Polymernetz nimmt etwas weniger Wasser auf, und das Gel wird steifer. Eine steifere Kugel verformt sich im Lauf weniger, hält im Flug besser ihre Form und zerbricht seltener schon im Blaster. Das Ergebnis ist eine größere und genauere Reichweite ohne Umbau am Blaster. PREMIUM-Kugeln eignen sich vor allem für ältere Spieler und das Spiel im Freien.
Leuchtende Kugeln. Sie enthalten ein lumineszierendes Pigment, das sich mit Licht „auflädt“ und danach eine Weile leuchtet. Von selbst leuchten sie im Dunkeln nicht. Deshalb verwendet man dafür einen Tracer: einen Aufsatz für die Laufmündung mit starken UV- oder blauen LEDs. Er beleuchtet jede Kugel, die hindurchfliegt, und sie leuchtet dann im Flug wie eine Leuchtspur. Einen Tracer gibt es als Laufaufsatz (Schalldämpfer-Form) oder als Magazin, das die Kugeln schon beim Zuführen beleuchtet. Ein günstiger Trick ohne Tracer: Hat dein Blaster eine transparente Kugelflasche, leuchte vor dem Spiel mit einer Taschenlampe hinein. Das Leuchten lässt aber nach, du musst es wiederholen. Leuchtende Kugeln sind ideal für Spiele am Abend.

Wie viele Kugeln du brauchst
Im Blaster-Paket ist meist nur eine Probe von etwa 1.000 Kugeln. Das reicht zum Ausprobieren, nicht für einen Nachmittag. Für eine Stunde aktives Spielen rechne mit 3.000–5.000 Kugeln pro Spieler. Zwei Spieler verschießen in zwei Stunden also 12.000–20.000 Kugeln.
Packungen: Beutel, Fass oder Kanister
| Packung | Sorten | Vorteil | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|---|
| 10.000 Stück, Beutel | blau, orange, Mix, PREMIUM, leuchtend | günstigster Einstieg, 30.000 Stück = 3 Beutel | ein geöffneter Beutel lässt sich schlecht verschließen, wenn du nur einen Teil wässern willst |
| 20.000 Stück, Fass | blau | Schraubdeckel wie bei einer PET-Flasche, du entnimmst so viel du brauchst | – |
| 50.000 Stück, großer Kanister | blau, Mix, blau-weiß | Vorrat für die ganze Saison, Schraubdeckel wie bei einer PET-Flasche | – |

Wenn du jeden zweiten Tag ein paar Tausend Kugeln verschießt, lohnt sich das Fass mit 20.000 Stück oder der Kanister mit 50.000 Stück. Du entnimmst die passende Menge, der Rest bleibt trocken und verschlossen.
Wie die Kugeln in den Blaster kommen
Manche Blaster haben oben eine transparente Flasche (zum Beispiel AKM47 MINI, P90 MINI oder SKD). Dort schüttest du die Kugeln einfach hinein. Blaster mit Magazin (Glock, M416, HK416) haben nur eine kleine Füllöffnung, und aus der Hand zu schütten dauert. Hier hilft die faltbare Flasche: Sie fasst etwa 1.100 Kugeln, und dank der Dosierspitze füllst du das Magazin in wenigen Sekunden, auch mitten im Spiel.


Aufbewahrung
- Im Wasser, dunkel und kühl: Gewässerte Kugeln halten bis zu 3 Monate.
- Ohne Wasser in einer geschlossenen Box: etwa 14 Tage.
- Trocken, noch nicht gewässert: trocken und verschlossen in der Originalverpackung.
Sicherheit: Kinder und Haustiere
Eine gewässerte Kugel hat ihre volle Größe bereits erreicht und wächst nicht weiter. Vorsicht ist bei trockenen Kugeln geboten. Sie sind winzig wie Körner und können nach dem Verschlucken im Körper Wasser aufnehmen. Die US-Verbraucherschutzbehörde (CPSC) warnt, dass verschluckte Wasserperlen durch ihre Größe den Darm verstopfen und für kleine Kinder gefährlich sein können. Dasselbe Risiko gilt für Hunde und Katzen.
- Trockene Kugeln verschlossen und außer Reichweite von kleinen Kindern und Tieren aufbewahren.
- Nach dem Spiel verschüttete trockene Kugeln vom Boden aufsammeln.
- Hat ein Kind oder ein Tier mehrere trockene Kugeln verschluckt, geh zum Arzt oder Tierarzt und sag, dass es sich um Wasserperlen (superabsorbierende Kugeln) handelt.
Trage beim Schießen immer eine Schutzbrille. Mehr zum sicheren Spielen findest du im Artikel Sind Gel Blaster sicher für Kinder?
Häufige Fragen
Sind Gelkugeln dasselbe wie Orbeez oder Wasserperlen für Blumen? Das Material ist ähnlich, der Zweck nicht. Dekoperlen werden weder auf die genaue Größe von 7–8 mm noch auf die nötige Festigkeit zum Schießen hergestellt. Im Blaster können sie klemmen oder zerfallen. Verwende Gelkugeln, die für Gel Blaster gemacht sind.
Passen die Kugeln in alle Blaster? In alle Blaster aus unserem Sortiment ja, alle verwenden 7–8 mm.
Hinterlassen die Kugeln Flecken? Nein. Die Kugel zerplatzt beim Treffer und trocknet, auf Kleidung und Wänden bleibt kein Fleck.
Warum sind manche Kugeln kleiner als andere? Meist wegen hartem Wasser oder zu kurzem Wässern. Lass sie länger im Wasser und verwende beim nächsten Mal weiches Wasser.
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